Bildung und Vermittlung

Angebote für KiTa und Schulen

Centre Charlemagne – Neues Stadtmuseum Aachen

Auf rund 800 qm2 führt das Centre Charlemagne – Neues Stadtmuseum Aachen multimedial durch die gesamte Stadtgeschichte. Einen Schwerpunkt bilden dabei die Geschichte und Legende Karls des Großen. Die neue Dauerausstellung beginnt mit der frühesten Besiedlung Aachens in der Jungsteinzeit, führt über die römische Stadt und die Pfalz der Karolinger bis zur mittelalterlichen Krönungs- und Reichsstadt, über den mondänen barocken Kurort, die Industrie- und Grenzstadt der Moderne und die Zeit der Weltkriege bis zur heutigen vielfältigen Europastadt

Geschichtslabor

Im Geschichtslabor (im innenliegenden Dreieck der Dauerausstellung) können Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen auf rund 180 qm2 in die Zeit der Karolinger um 800 n.Chr. eintauchen, Methoden und Inhalte der archäologischen Forschung kennenlernen und Hands-On-Objekte in den Abteilungen Kleiderkammer / Fernhandel / Rüstkammer / Scriptorium / Speisekammer berühren. Über Touch-Monitore erhalten sie von der Magd Puella Informationen über das Weben, Fernhändler Freso berichtet über sein Warensortiment, Graf Hunfried über Rüstungen, der junge Mönch Florentius über die Schreibstube eines Klosters, das Bauernpaar Kuno und Emma über den Speiseplan der Zeit.

Zielgruppen

Unser museumspädagogisches Programm richtet sich an Vorschulen, Förder-, Grund- und alle weiterführenden Schulen.

Wir bieten an:
• Führungen durch die Dauerausstellung inklusive Geschichtslabor (60 Minuten, max. 20 SuS)
• Führungen mit Handpuppen für KiTa und Grundschule
• Führungen plus Praxis, d.h. eine praktisch-gestalterische Arbeit in der Museumswerkstatt (insgesamt 90 / 120 / 180 Minuten)
• Gestaltung von Projekttagen / Projektwochen
• Gerne konzipieren wir in Absprache mit Ihnen Spezialthemen.

Kosten
20 € Führung (60 Minuten) / 3-4 € pro Schüler pro Zeitstunde Werkstatt / freier Eintritt für Schulen der Euregio

Programm Museumskoffer (Abenteuer Archäologie)
für Kita, Klassen 1 – 6

Wir besuchen Ihre Klasse zu zweit mit einem ganz besonderen Themenkoffer zur Archäologie. Gemeinsam mit den SchülerInnen wird das Aufgabenfeld der Archäologie erarbeitet: was genau machen Archäologen, was macht ihre Entdeckungen oft so spannend? Wir erläutern anhand vieler Objekte aus dem Koffer die Arbeitsweise der Archäologen, stellen Datierungsmethoden vor wie z.B. Datieren mit Erdschichten, Datieren mit Holz oder Datieren mit Keramik. Wir arbeiten mit einem Zeitstrahl, stellen archäologische Werkzeuge wie Greifzirkel, Tastschieber, Mikroskop vor und erarbeiten gemeinsam ein großes Poster zur Stratigrafie (Datieren mit Erdschichten).

Das Programm ist für zwei Schulstunden (90 min) konzipiert und gut in den Schulalltag zu integrieren, Arbeitsmaterial wird mitgebracht.

Kosten: 150 €

Angebote ab Vorschule

Geschichten vom Kaiser Karl – Für neugierige Vorschulkinder
Karl der Große war vor langer Zeit ein mächtiger Kaiser und ist heute noch berühmt. Auf unserem Spaziergang durch die Ausstellung reisen wir in die ferne Zeit des frühen Mittelalters und hören Geschichten aus dem Leben
des großen Karls. In der Museumswerkstatt wird im Anschluss gemeinsam kreativ gearbeitet (Thema nach
Absprache).

Auf ins Mittelalter! – Für neugierige Vorschulkinder
Wie haben die Menschen in Aachen um 800 n.Chr. gelebt? Im Geschichtslabor erfahren neugierige
Vorschulkinder vieles über den Alltag vor 1200 Jahren. Welche Kleidung wurde getragen, wie sah ein
Kettenhemd aus, welche Speisen zubereitet, wie entstanden die prachtvollen Handschriften, was konnte man auf dem Marktplatz kaufen? In der Museumswerkstatt wird im Anschluss gemeinsam kreativ gearbeitet (Thema nach Absprache).

Angebote ab Klasse 1

Die Pfalz Aachen
Karl der Große war ständig unterwegs, er regierte sein Reich überwiegend „aus dem Sattel“. Auf seinen Reisen begleiteten ihn bis zu tausend Menschen in seinem Gefolge und seine Familie. Er wohnte dann in einem der
zahlreichen Königshöfe, den Pfalzen. Wie sah die Pfalz Aachen aus? Wie wurde sie gebaut? Welche Vorbilder gab es? Was gehörte alles dazu? Woher kamen die Nahrungsmittel für so viele Menschen, wer sorgte dafür, dass alles für die Ankunft des Herrschers vorbereitet war? Und woher wissen wir das? In der Museumswerkstatt gestaltet die Klasse gemeinsam ein großes Pfalzplakat.

Menschen unterwegs
Im frühen Mittelalter reisten weniger Menschen als heute. Der Herrscher war mit seinem Gefolge und Heer unterwegs, es reisten Pilger, Händler, Diplomaten oder Handwerker. Eines war allen Reisenden gemeinsam: sie durchquerten unwegsames Gelände, das Reisen war mühsam und gefährlich. Wo fand man eine Übernachtungsmöglichkeit? Welche Transportmittel wurden genutzt? Was gehörte ins Reisegepäck? Wie
versorgte man sich unterwegs mit Lebensmitteln? Im Anschluss können Schülerinnen und Schüler eine
Reiserolle oder Münzen und Geldkatzen gestalten.

Ein „Hoch“ auf den neuen König!
Die Krönung eines Herrschers zum König oder Kaiser war im Mittelalter bis in die frühe Neuzeit ein wichtiges Ereignis, zu dem die Mächtigsten des Reiches eingeladen wurden und die ganze Stadt mitfeierte. Zu den Krönungsfeierlichkeiten gehörte auch der Krönungszug, der den König dabei begleitete. Nach dem Ausstellungsbesuch wird in der Museumswerkstatt praktisch gearbeitet. Wie wäre es, wenn die ganze Klasse bei einer Krönung dabei sein dürfte? Welche Kleidung würden die Schülerinnen und Schüler tragen? Wir bauen Stabpuppen und gestalten sie mit Stoffen und Farben.

Wie ein Fischlein im Wasser – Aachens Bädertradition
Aachen blickt auf eine lange Tradition als Bäderstadt zurück. Schon die Römer nutzten die heißen Quellen und Karl der Große liebte es, mit seiner Familie und seinen Gästen zu baden. Mit dem Wiederaufbau nach dem großen Stadtbrand von 1656 verwandelt sich Aachen in eine moderne Kur- und Bäderstadt. Auch heute noch
prägen Brunnen das Stadtbild Aachens. Im Anschluss an den Ausstellungsrundgang gestalten Schülerinnen und
Schüler Bade-Utensilien oder Mosaikfußböden eines Bades.

Angebote ab Klasse 3

Draußen vor dem Tore…
Wie viele andere Städte auch, war Aachen im Mittelalter von schützenden Stadtmauern, einem doppelten Mauerring, umgeben.1172 entstand der innere, ab etwa 1300 der äußere Mauerring. Es gab ursprünglich eine Vielzahl von Stadttoren, von denen sich nur das Marschiertor und das Ponttor bis heute erhalten haben. Im
Anschluss an den Ausstellungsrundgang gestalten Schülerinnen und Schüler in der Museumswerkstatt Stadttore aus Ton.

Abschreiben erlaubt!
Für uns ist es heute selbstverständlich, dass jeder schreiben kann und mit E-Mails und SMS lässt sich blitzschnell kommunizieren. Zur Zeit Karls des Großen beherrschten nur wenige Menschen die
Kunst des Lesens und Schreibens. Mit der von Karl eingeführten einfacheren Schrift, der „karolingischen
Minuskel“ ging es leichter, aber das Schreiben war eine mühsame Tätigkeit. Nach dem Ausstellungsbesuch widmen sich Schülerinnen und Schüler in der Museumswerkstatt eigenen Schreibexperimenten mit Federkiel und Tinte.

Angebot für Deutsch-Intensiv-Kurse an den Grundschulen

Stadtklänge
Wir erforschen mit den Kindern die Geräuschkulisse des Mittelalters und überlegen, welche dieser Geräusche wir heute noch kennen. Vertiefend experimentieren wir mit unserem „Geräuschekoffer“. Im Anschluss daran gestalten wir auf einem großen Plakat einen „Geräuscheweg“ durch die kaiserliche Pfalz Aachens. Die Kombination aus Betrachten, Berühren, Hören, Sprechen und kreativem Gestalten bietet für SuS, die Deutsch lernen, vielfältige Anknüpfungspunkte und Lernpotentiale.

Angebote Sek I / Sek II

Alles Chefsache? Herrschaft im frühen Mittelalter
Was bedeutet es, Macht und Herrschaft zu besitzen? Mit welchen Mitteln wurde zu Karls Zeit Herrschaft ausgeübt? Schon zu Lebzeiten erhielt Karl den Beinamen „der Große“. Er regierte über ein Reich, das weite Teile des heutigen Europas umfasste. Auf dem Höhepunkt seiner Macht wurde er vom Papst in Rom zum Kaiser gekrönt und trat damit in dem Augen seiner Zeitgenossen die Nachfolge der römischen Herrscher an. Worauf
gründete seine Macht? Wie regierte er solch ein großes Reich in einem Zeitalter, in dem es keine modernen Kommunikationsmittel gab und die Mobilität eingeschränkt war? Wie zeigte sich sein Herrschaftsanspruch und welche Macht hatte die Kirche? Im Anschluss an die Führung gestalten Schülerinnen und Schüler z.B. einen Herrschersteckbrief, ein Werbeplakat oder zeitgenössische Insignien der Macht.

Macht und Mythos
Karl der Große war der mächtigste Kaiser des frühen Mittelalters und prägte Kultur, Religion und Gesellschaft nachhaltig. Unmittelbar mit seiner Bestattung setzte seine Mythologisierung ein; d.h. sein Tod war die
Geburtsstunde des Karlsmythos, an dem bereits sein Biograf Einhard zu arbeiten begann. Während über viele Jahrhunderte hinweg die Interpretation Karls als Heiliger dominierte, wird in der Gegenwart vor allem die Deutung Karls des Großen als „pater Europae“ angeführt und diskutiert. Schülerinnen und Schüler erarbeiten nach dem Ausstellungsrundgang in Gruppen, welche Rolle Karl der Große heute noch ausfüllt – Machtpolitiker, Gewaltherrscher, Heiliger, Wegbereiter Europas, Vorbild, Superstar des frühen Mittelalters, eine wichtige
Persönlichkeit von früher…?

Scriptorium
Nur wenige Menschen konnten zur Zeit Karls des Großen lesen und schreiben. Es gab viele verschiedene
Schriften, die oft schwer zu entziffern waren. Karl der Große ließ eine leicht lesbare, einheitliche Schrift entwickeln, die im ganzen Reich gelesen werden konnte. Noch die heutigen Druckschriften sind Nachfahren der
„karolingischen Minuskel“. Der sog. karolingischen Bildungsreform ist es zu verdanken, dass dem Lesen und
Schreiben wieder eine größere Bedeutung zuwuchs und in den Klöstern Texte antiker Autoren gesammelt, in mühevoller Kleinarbeit kopiert und kunstvoll verziert wurden. Im Anschluss an die Führung können Schülerinnen und Schüler sich in eigenen Schreibexperimenten mit Griffel und Wachstafel / Feder und Tinte der karolingischen
Minuskel widmen.

Stadtgeschichte – Do it yourself!(2 Zeitstunden)
SuS erarbeiten ausgewählte Exponate und Abteilungen der Dauerausstellung in Gruppen eigenständig. Sie erhalten Arbeitsblätter und zusätzliches Infomaterial. Anhand von Leitfragen konzipieren sie in der Kleingruppe die gemeinsame Vorstellung ihres Ausstellungsteils und präsentieren beim anschließenden Rundgang ihr erarbeitetes Wissen. Begleitet werden sie von Mitarbeitern des museumspädagogischen Teams. Beispielfragen: Beschreibt die Speisekammer um 800! Welche Waren gab in Aachen um 800 zu kaufen und woher kamen sie? Was ist im Geschichtslabor anders als in der restlichen Ausstellung? Welche Absicht könnten die Ausstellungsgestalter damit verfolgen? Begründet eure Meinung!

Kulturraum Museum (3-4  Zeitstunden)
Der Ausstellungsrundgang stellt Grundidee und Exponate des Centre Charlemagne vor. Was ist die Aufgabe des
„Kulturraums“ Museum und warum gibt es ein neues Museum zur Stadtgeschichte in Aachen? Wie sähe mein eigenes Museum aus, das ich nach meinen Vorstellungen gestalten kann? Im anschließenden Workshop werden Architekturmodelle aus Karton im Stecksystem gebaut, einzelne Elemente können reliefartig und auch
dreidimensional gestaltet werden. So können Schülerinnen und Schüler ihren musealen Raum individuell neu erfinden, die einzelnen Bauteile können mit s/w Fotokopien von Ausstellungsexponaten und Aachener Stadtfotografien collageartig beklebt und dann übermalt werden.

Into the future – Die Stadt der Zukunft (3-4 Zeitstunden)
Der Ausstellungsrundgang beleuchtet die Stadtgeschichte von den ersten Siedlungen an den Quellen bis in die Gegenwart. Doch wie wird die Zukunft der Stadt aussehen?  Autofrei, Urban Gardening mit
Anbauflächen für Gemüse im Stadtzentrum, Magnetbahn oder Metro? Wie werden sich soziale und kulturelle Veränderungen im Stadtbild sichtbar? Wie wollen Menschen zukünftig zusammenleben?
Gemeinsam diskutieren die SuS die Herausforderungen und möglichen Lösungen. Ihre Ideen setzen sie in Gruppen gestalterisch um und bauen aus unterschiedlichen Materialien ihre „Stadt der Zukunft“.

 

Curriculum, Curriculum

Jgst. 6 Mittelalter / Die Gesellschaft am Hofe Karls des Großen (2 Zeitstunden)
Wer sichert Leben, Land und Luxus Karls des Großen?
In der Dauerausstellung lernen die SuS die Zeitleiste kennen und nutzen / bestimmen anhand von ausgewählten Objekten den Beginn  des Mittelalters in der Region zwischen Rur und Maas. Sie untersuchen das Pfalzmodell und  befassen sich mit dem Thema Königspfalz / Herrschaftsorganisation  / Aufbau der mittelalterlichen Gesellschaft / Ständepyramide.  SuS formulieren Stellengesuche für die Pfalzzeitung für bestimmte Berufsgruppen.

Jgst. 7 Mittelalter / Formen kulturellen Austauschs / Reisen und Erfahrungsräume (2 Zeitstunden)
Wie international ist der Hof Karls des Großen?
In der Dauerausstellung untersuchen SuS das Pfalzmodell / lernen häufig genutzte Kartenwerke des Mittelalters kennen / befassen sich mit der Verortung  Aachens in der Umgebung. Zu ausgewählten Objekten (z.B. Pilgerzeichen, Gewürzsäckchen, Mosaiksteinchen, Textilien, Elefant) recherchieren die SuS den historischen Kontext, Handelswege und Reiserouten in Ausstellung und  Geschichtslabor. Sie lernen Mitglieder der Hofgesellschaft kennen und verfassen Reiseberichte aus der Perspektive der nach Aachen gereisten Menschen.

Römer-Rundgang (Dauerausstellung Centre Charlemagne + Stadtgang) (1,5 Zeitstunden)
Die 90minütige Führung beginnt im Centre Charlemagne / Römer-Abteilung und führt dann über den Elisengarten (hospitalia), Ursulinerstr. (Forum), Büchelthermen (Apsis + Isisstein), Hof (Forum, Portikus, Quirinusquelle) zu den Münsterthermen (Wasserleitung).

 

Theaterworkshop (Dauer 4-5 Schulstunden oder Projekttag)

Gekrönte Häupter
Der mittelalterliche Krönungszug war für die Aachener Bevölkerung eine Sensation! Die Schülerinnen und Schüler spüren diesem Ereignis nach, indem sie in verschiedene Rollen schlüpfen und ihre Kostüme selbst gestalten. Abschließend inszenieren wir gemeinsam den Krönungszug durch das Centre Charlemagne.
Dieser Workshop dauert 4-5 Schulstunden und eignet sich auch für einen Projekttag.

 

Wechselausstellung

Vom fauchenden Fafnir zum Fahrzeug der Zukunft – Aachen und das Auto
11.September 2016 – 19. Februar 2017

Automobilstadt? Da denken die meisten an Wolfsburg oder Rüsselsheim. Dass auch Aachen ein bedeutender Standort der Automobilindustrie war und ist, wissen die wenigsten. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren gleich mehrere Automobilbauer in Aachen ansässig: Fafnir, Cudell und Mannesmann-MULAG waren damals auf dem Automobilmarkt bekannte Marken, die sogar weltweit exportierten. Als allerdings mit dem Schwarzen Freitag im Jahre 1929 die große Wirtschaftskrise über die Welt hereinbrach, war die Automobilfertigung schon wieder aus Aachen ver­schwun­den. Zu klein waren die noch in Handarbeit fertigenden Aachener Manufak­turen, um den großen Marken zu trotzen. Dennoch blieb Aachen ein wichtiger Standort der Automobilforschung. Die 1870 gegründete Technische Hochschule – seinerzeit die einzige ihrer Art im Rhein­land und in Westfalen – versammelte das geballte Know-How der Ingenieurskunst in Aachen.

Zugleich begann das Automobil die Stadt zu verändern: Die Stadtplaner mussten einer ständig steigenden Zahl von Automobilen Rechnung tragen. Neue und verbreiterte Straßen standen nach dem Zweiten Weltkrieg ganz oben auf der Agenda der Stadtplaner. Bis in die 1970er Jahre blieb die Faszination des Automobils ungebrochen; die Straßenbahn musste dem Trend zum Individual­verkehr weichen, Fußgängerunterführungen sollten einen ungehin­derten Verkehrsdurchfluss gewährleisten. Erst mit der Ölkrise 1973 begann sehr langsam ein Umdenkprozess, der bis heute anhält. Die Einrichtung von Fußgängerzonen, Verkehrsberuhigungsmaßnahmen bis hin zur Forderung nach der autofreien Innenstadt und der geplanten Wiedereinführung einer Straßen­bahn zeigen, wie sich unsere Haltung gegenüber dem Automobilverkehr geändert hat.

 Mehr denn je werden heute an den Aachener Hochschulen das Automobil und der Verkehr erforscht: Neue Antriebstechnologien, neue Werkstoffe, Energiespeicher, Leichtbaukarosserien, Verkehrsteuerungsanlagen und Mobilitätskonzepte – die Forschung umfasst die ganze Bandbreite der Automobil- und Verkehrstechnik. Typisch für die Aachener Hochschulen:  Die Forschungsergebnisse werden häufig gleich vor Ort getestet und in neue Produkte um­gesetzt. So hat das mittlerweile von der Deutschen Post übernommene Elektrofahrzeug StreetScooter seinen Ursprung in der Hochschule und wird nun auf dem ehemaligen Talbot-Gelände an der Jülicher Straße gebaut. Die Zusammenarbeit der Hochschule mit städtischen Institutionen ist vielfältig. In zahlreichen Pilotprojekten wurden und werden neue Technolo­gien in der Praxis erprobt: das erste Parkleitsystem, die Umstellung auf LED-Ampeln oder die beispielhafte Förderung der Elektromobilität.

Formel-1-Rennstrecken made in Aachen
Nicht zuletzt war auch der Motorsport Ausdruck einer allgemeinen Automobilbegeisterung. Das erste internationale Autorennen von Paris nach Berlin im Jahre 1901 machte Station in Aachen, in den Jahren 1948 und 1949 fanden auch eigene Rennen rund um den Ronheider Berg statt und auch die Seifenkistenrennen erfreuten sich während der 1950er und 1960er Jahre in Aachen großer Beliebtheit. Heute ist Aachen vor allem durch Planung und Bau von Formel-1-Rennstrecken mit dem Motorsport verbunden.

Die Ausstellung zeigt das Automobil als wichtigen Faktor der Stadtgeschichte der letzten 120 Jahre. Rund um historische Aachener Fahrzeuge der Marke Fafnir illustrieren alte Firmenunterlagen, Werbematerialien und Fotos die aufregende Anfangszeit der automobilen Gesellschaft. Anhand von Modellen und medialen Inhalten wird gezeigt, wie sich die Ingenieure das Auto der Zukunft vorstellen.

 Angebot für Schulen:

Für Schulklassen bieten wir einstündige Führungen an zum Schultarif von 20€. Die maximale Gruppengröße beträgt 15 Teilnehmer, größere Klassen werden geteilt.

 

 

Stand September 2016 – Weitere Themen sind in Vorbereitung.

Wir bitten herzlich um einen Vorlauf von mindestens 14 Tagen für Ihre Buchung!

Ihre Ansprechpartnerinnen:

Anmeldung & Buchung für Schulklassen:

Kunst- und Kulturvermittlung der Route Charlemagne und der Museen der Stadt Aachen
Tel. +49 241 432 4998, 4955, 4935 / Fax +49 241 432 4989
museumspaedagogik@mail.aachen.de / Website: www.centre-charlemagne.eu

Unsere Servicezeiten:

Di. – Fr. von 09:00-12:00 Uhr
Mi. von 15:00-18:00 Uhr